Jugendfreizeiteinrichtung Willi Sänger

 

 

Willkommen im Kreativklub

Rapsongs im Musikstudio aufnehmen und coole Klamotten nähen im Jugendklub Willi Sänger: Das Team um Leiter Ronny Warmuth hat neue Angebote für die Mittags- und Nachmittagsgestaltung entwickelt.

 

Dank einer Spende vom Deutschen Kinderhilfswerk konnte ab Mai 2016 in der Jugendfreizeiteinrichtung am Storkower Bogen in Lichtenberg ein Musikstudio eingerichtet und neue Instrumente gekauft werden. Ein offenes Musikangebot gibt es schon seit knapp zwei Jahren, als durch eine Spende vom Bürgerhaushalt in Lichtenberg die ersten Musikinstrumente wie Schlagzeug und Akkustikgitarren angeschafft werden konnten. Die Möglichkeit sich musikalisch auszuprobieren wurde von den Kindern und Jugendlichen begeistert angenommen. Sie wünschten sich noch mehr Unterstützung beim Produzieren vor allem von Rap und Hip Hop Musik. »Als Anfang 2016 die Räume der großen Werkstatt frei wurden, reifte die Idee, ihn umzubauen und ein großes Musikstudio einzurichten. Dafür brauchten wir natürlich einen Geldgeber«, erzählt Ronny Warmuth. Mit Unterstützung von Christoph Ziegler vom Fundraising bewarb sich das Team auf eine Ausschreibung vom Deutschen Kinderhilfswerk, das 5000 Euro für das Projekt bewilligte.

 

Damit konnte es losgehen, die Idee in die Tat umzusetzen. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen wurden Wände gespachtelt, tapeziert und gemalert. Für die Aufnahmetechnik wurde ein vorhandener kleiner »Raum im Raum« umgebaut. Angeleitet von Mike Borrmann, der selbst Schlagzeug spielt und Übungsleiter Michael Stein, können die Kinder und Jugendlichen frei und ohne Druck ausprobieren, welches Instrument zu ihnen passt. »Gerade für jene Jugendliche ist das Angebot gedacht, die in der Familie nicht mit Musik in Berührung kommen oder deren Eltern den Musikunterricht oder ein Musikinstrument nicht bezahlen können.« Jeden Donnerstag wird der Musikraum mittags genutzt von Schülern der Schule am Rathaus. Das Ziel ist der Aufbau einer Schülerband. »Nach einem halben Jahr üben fängt es jetzt so langsam an nach Musik zu klingen«, schmunzelt Ronny Warmuth.

 

Durch die räumlichen Veränderungen wurde der ehemalige Musikraum frei. Aus eigenen Mitteln wurde dort ein Modeatelier eingerichtet, wo Yasemin Keller die Jugendlichen beim Entwerfen und Nähen von Kleidern oder Taschen berät und unterstützt. Als ausgebildete Schneiderin und Modedesignerin bringt sie dafür die besten Voraussetzungen mit. Derzeit absolviert sie im Jugendklub das letzte Jahr ihrer berufsbegleitenden Ausbildung zur Erzieherin. Das Näh-Angebot nutzen ebenfalls einmal in der Woche SchülerInnen aus der Schule am Rathaus und alle vierzehn Tage SchülerInnen des Johann-Gottfried-Herder Gymnasiums.

 

Auch für dieses Jahr gibt es neue Pläne, wie Ronny Warmuth berichtet: »Im Hauptraum wird noch eine kleine Bühne entstehen mit Licht- und Tontechnik, wo die jungen Leute bei Konzerten oder Poetry Slams ihre eigenen Werke vortragen können.«